Historie

"Am Samstag den 16. August 1946

fand in der Gastwirtschaft Beul, Hunswinkel, die Gründungsversammlung des RSV Listertal statt. Anwesend waren 40 Sportfreunde und Interessenten."


Diese beiden Sätze aus dem ersten Protokoll der Gründungsversammlung unseres Sportvereins dokumentieren in sachlich trockenen Worten die Geburtsstunde des Vereins, dessen 60. Geburtstag wir alle in diesem Jahr mit neuer Sportplatzanlage feiern können. Nur ein Jahr nach dem Ende des 2. Weltkrieges, kamen Sportfreunde und Idealisten zusammen, um diesen Verein zu gründen. Ziel war es friedlich und fair sportlichen Wettstreit miteinander auszutragen und ein Stück Zukunft zu gestalten.

Der Klub, in einer Notzeit gegründet, hat seither viele Höhen und Tiefen erlebt, aber inzwischen an Standfestigkeit gewonnen, die Ihn auch schlechtere Tage überstehen ließ und im Fußballkreis Lüdenscheid zu einem der angesehensten Vereine machte.


Die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen der junge Verein in den Gründungsjahren zu kämpfen hatte, waren enorm. Ein Sportplatz, die wichtigste Voraussetzung für ein geregelten Spielbetrieb, war nicht vorhanden. Also nutzte man eine Wiese in Krummenerl als „Spielfläche“ und verwandelte dieses Buckelige „Geläuf“ schon damals in mühevollen Arbeitseinsätzen zu einem Fußballplatz, einem schmucken „Rasenstadion“ für den RasenSportVerein Listertal.


Mit grün-weißen Trikots kam es dann endlich zu den ersten sportlichen Auseinandersetzungen in der neuen „Fußballarena“. Man beschränkte sich auf Freundschaftsspiele gegen befreundete Mannschaften aus den Nachbargemeinden Bleche und Schreibershof. Erst ab November 1946 wurde dann in der 2. Kreisklasse um Meisterschaftspunkte gekämpft.


Im Jahre 1950 erhielt der RSV in Jochen Zeppenfeld, der Willy Brockhaus ablöste, einen neuen Vorsitzenden, aber das herausragende Ereignis dieses Jahres war der Bau eines festen Sportplatzes. Nach Verhandlungen mit der Bergisch-Märkischen Steinindustrie Gummersbach bekam der Verein ein Gelände im Steinbruch nahe Hunswinkel zur Verfügung gestellt. Wieder zeigte es sich, wozu Aktiv und Passiv in der Lage waren. Selbstverständlich wurden die Arbeiten größtenteils in Eigenleistung erbracht, am 1.Mai 1952 konnte der neue Platz „ An der Müllert “ mit einem großen Turnier eingeweiht werden.

 

In dieser Zeit wurde die Mannschaft von einigen Auf- und Abstiegen gezeichnet als dann der bisherige Höhepunkt im Verein erreicht wurde. Der Aufstieg in die Bezirksliga, Saison 1978/79.

 

 


Der RSV Listertal bezwang in einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz den TUS Halver mit 5:0 vor sage und schreibe 1200 begeisterten Zuschauern. Man konnte die Klasse dann für sieben Jahre halten. Unvergessen blieben die Lokalderbys gegen den ( großen ) RSV aus Meinerzhagen. Darunter ein 3:0 Sieg der Listertaler an der Oststraße.

 

 

1984/85 musste man der Bezirksliga dann weichen und der angestrebte Wiederaufstieg konnte nicht in die Tat umgesetzt werden. Im Jahre 1987 gab es einen Wechsel an der Führungsspitze. Nach 12 Jahren erfolgreicher Arbeit trat Erich Pasucha als Vorsitzender ab, die Jahreshauptversammlung wählte Reinhard Busch, Mitglied der erfolgreichen Bezirksligamannschaft und aktiver Spieler, zum neuen Vorsitzenden.

Das selbst gesteckte Ziel bald wieder Bezirksliga zu spielen konnte leider nicht verwirklicht werden. Es folgte ein weiterer Wechsel an der Spitze. 1999 trat Klaus Haferkorn für 4 Jahre sein Amt an.

 

Als dann im März 2003 Rainer Glaubitz als 1.Vorsitzender bis heute gewählt wurde. Er hatte sich mit seinem Vorstand einiges vorgenommen. Neben dem Aufbau einer Erfolgreichen Jugendarbeit war da ja noch der "Traum“ eines neuen Sportplatzes. Dieses "Wunder vom Listertal" forderte mehrer Jahre Planung und unzählige Termine an dem Verhandlungstisch.

 

Im Sommer 2005 lag er nun da und wurde im Sommer 2006 mit der Fußballschule Michael Rummenigge offiziell eingeweiht. Ziel der nächsten Jahre sollte der Wiederaufstieg in die Bezirksliga sein um dort an alte Leistungen anzuknüpfen.